Schieder - Schwalenberg

Wildtierrettung in Lippe

Jährlich sterben tausende Rehkitze in Deutschland den Mähtot. Neueste Technik wie eine Drohne mit Wärmebildkamera ist mittlerweile ein sinnvolles Hilfsmittel und kann Leben retten.

 

Bevor die Mähdrescher starten.

Rehkitzrettung mit Drohne

Jährlich sterben tausende Rehkitze

…in Deutschland den Mähtot. Neueste Technik wie eine Drohne mit Wärmebildkamera ist mittlerweile erschwinglich und kann Leben retten. Das Rehkitz kann nicht gewittert werden vom Fuchs und co., daher hat er auch in den ersten Wochen keinen Fluchtinstinkt.
Fatal natürlich wenn eine Mähmaschine der Menschen ins Spiel kommt. Hier kann, dank moderner Technik, das Leben der Kitze gerettet werden.
Kitze ducken sich ins Gras und flüchten nicht. Das kann dann bei der Mahd zum Verhängnis werden.

 

Jedes Jahr im Frühsommer

… mähen die Landwirte, nicht nur im Lippischen Südosten, ihre Wiesen, um Heu oder Silage zu produzieren. In diesen Wiesen liegen häufig junge Rehkitze
Deren Überlebensstrategie – ducken und tarnen – hilft zwar sich vor räuberischen Arten wie z. B den Fuchs zu verstecken, ist aber völlig wirkungslos wenn der Kreiselmäher naht. Um die Jungtiere zu retten, kann heute unter anderem eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt werden, um hier das Leben der Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.

Bitte beachten..
bevor Sie selber an den Start gehen!

Hierbei bedarf es jedoch einer exakt abgestimmten Zusammenarbeit der beteiligten Partner
und einer guten Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern und dem Wildretter, bzw. Drohnenpiloten.
Ferner ist zu beachten (hier in diesem Fall eine Drohne mit bis zu 2,0 kg Abfluggewicht:)
Drohnenplakette, gewerbliche Haftpflichtversicherung, so wie einen Kenntnisnachweis gemäß § 21a Abs. 4 Satz 3 Nr. 3 der Luftverkehrsordnung ist zwingend zu erwerben.

WICHTIGER HINWEIS: Vor Inbetriebnahme einer Drohne informieren Sie sich über die neue Drohnen-Verordnung welche seit dem 7. April 2017 in Kraft getreten ist! – Es gibt dort wichtige Regeln zu beachten!


 

Wärmebild

Restlichtkamera

HINWEIS!

So sollte (könnte) es ablaufen…

Vorbereitung

Der Landwirt gibt, je nach Wetterlage, kurzfristig den Einsatzort des Mähvorganges per Kurzmitteilung an. Dann gehts morgends in der Regel zwischen 4.00 und 4.30 Uhr an den Start. Dabei ist immer eine 2. Person. (Zeitabweichungen möglich)

Das hat seinen Sinn..

Der Pilot konzentriert sich auf den Flug, während der 2. Mann auf den Monitor der Bedienungsstation das Wärmebild im Blick hat. Jetzt wird nach und nach das Feld in einer Höhe zwischen 10 und 15 m abgescannt.

Ein Tier wird geortet...

Das Wärmebild reagiert auf  Temperatur, d. h. morgends wenn die Sonne noch nicht aufgegangen ist sind die Felder kühl und werden blau angezeigt. Wird ein Tier geortet, verfärbt sich ein Punkt auf dem Bild in rot oder gelb. Warum? Weil die Körpertemperatur des Kitzes höher ist als das Gras – deshalb wird das Tier als ein pulsierender heller Punkt angezeigt. Sobald die Sonne aufgegangen und es wärmer ist, wird der Drohnenflug eingestellt und ggfs. manuell weiter gesucht.

..und dann?

Ist das Tier geortet geht die Drohne einige Meter runter. Die 2. Person geht in das Feld und wird mit einem Funkgerät vom Piloten zum Tier hin dirigiert. Ein runder Drahtkorb wird vorsichtig über das Kitz plaziert und oben mit einem weissen Band gekennzeichnet. Wenn jetzt das Mähfahrzeug einige Stunden später über das Feld fährt, sieht der Fahrer diesen Warnhinweis und umfährt entsprechend die Stelle. Nach der Mahd wird der Korb wieder vorsichtig entfernt.

 

Die Rehkitzrettung

Eine Wärmebildkamera kann die „warmen“ Rehkitz-Körper wesentlich besser im hohen Gras erfassen, als eine herkömmliche Kamera. Die Rehkitze liegen oft so tief im Gras versteckt und sind daher selbst mit bloßem Auge nicht erkennbar, auch dann wenn man nur wenige Meter neben dem Versteck steht.

Fragen oder Ergänzungen?

Kontaktformular